Frischer Wind im Allgäu

Windkraft ist eine Energie der Zukunft. Deshalb beteiligt sich AllgäuStrom schon heute an innovativen Projekten zur Windkraftnutzung. Auch im Allgäu sollen sich künftig Windräder drehen - an Standorten, die mit der Unterstützung der Bevölkerung vor Ort umsetzbar sind.
Wind, Wasser, Sonne oder Biomasse - den erneuerbaren Energieträgern gehört die Zukunft. Auch im Allgäu. Allerdings hat diese Zukunft hier bereits im Jahr 1897 begonnen. Damals ging in Hinterstein am Fluss Ostrach das erste Allgäuer Drehstromwasserkraftwerk in Betrieb. Was damals begann, wird heute konsequent fortgesetzt. 2010 lag der Anteil der Erneuerbaren Energien an der Stromerzeugung im Allgäu bereits bei 28,2 Prozent und damit deutlich höher als der Bundesdurchschnitt mit 18,0 Prozent. Bis zum Jahr 2022, so hat es der Oberallgäuer Kreistag einstimmig beschlossen, sollen 70 Prozent der benötigten Energie aus erneuerbaren Quellen gewonnen werden. Dazu leistet auch die Windkraft einen wichtigen Beitrag.
Windkraft ist Energie der Zukunft
AllgäuStrom ist bereits an Windkraftprojekten in anderen Regionen Deutschlands beteiligt. Dazu gehören zum Beispiel der Trianel Offhore-Windpark bei Borkum, der Windpark Zieger bei Regensburg oder der Domnitzer Windpark in Sachsen-Anhalt. Im Allgäu müssen - um den Beschluss des Kreistages zu realisieren - bis zu 35 Windkraftanlagen gebaut werden. AllgäuStrom wird diese allein bzw. mit gemeinsamen Partnern planen und bauen. Dies geschieht allerdings nur an Standorten, an denen Windkraftprojekte im Einvernehmen mit der Bevölkerung vor Ort umsetzbar sind. In einer Kundenumfrage von AllgäuStrom im Juli 2011 äußerten sich fast 60 Prozent der rund 15.800 Befragten positiv zum Ausbau der Windenergienutzung im Allgäu. Das zeigt, dass eine große Mehrheit bereit ist, für den Aufbau einer sicheren und innovativen Energieversorgung der Zukunft die nötigen Entscheidungen mitzutragen.
Neue Anlagen sind möglich
"Im Jahr 2010 hat die Windenergie in ganz Bayern lediglich 0,6 Prozent zum Nettostromverbrauch im Freistaat beigetragen", erklärt Günter Beermann, Vorstandsvorsitzender des Landesverbands Bayern im Bundesverband Windenergie e. V. "Das ist ausbaufähig, ohne dass es mit dem Neubau von Windkraftanlagen zur oft befürchteten Beeinträchtigung des Landschaftsbilds kommt." Dafür wird AllgäuStrom nun geeignete Standorte suchen.
Neue Herausforderungen
Landschaftlich reizvolle Regionen wie das Allgäu leben vom Tourismus - die Ruhe und die Schönheit der Natur ziehen Erholungssuchende an und tragen so auf entscheidende Weise zur Wirtschaftskraft vor Ort bei. Eine klimaschonende Energiegewinnung ist dafür aber ebenfalls eine wichtige Voraussetzung. AllgäuStrom setzt deshalb auf Windkraft, Photovoltaik, Biomasse und auf Wasserkraft, wenn es um die Energiewende und den weiteren Ausbau des Anteils erneuerbarer Energieträger an der Stromgewinnung geht.

Weitere Informationen
Wie funktioniert ein Windrad?
(PDF, 156 KB)
... rund um das Thema Windkraft und Windkraftanlagen gibt es auf
www.wind-energie.de
Windkraftprojekte von AllgäuStrom |
Onshore-Windpark Domnitz I und II: Die Windparks liefern seit 2009 sauberen Strom. Sie umfassen sechs Windräder mit jeweils zwei Megawatt Leistung. Die Parks liegen an der Autobahn A 14 bei Domnitz in Sachsen-Anhalt. Onshore-Wald-Windpark Zieger: Der Park in Lengenfeld/Bayern speist seit Oktober 2011 Strom ins öffentliche Netz ein. Offshore-Windpark Bard 1: Der Park in der Nordsee soll Mitte 2012 in Betrieb gehen. Offshore-Windpark Arcadis OST 1: Der Park befindet sich derzeit in der Genehmigungsphase und soll 2015 fertig gebaut sein. Trianel Windpark Borkum: Der Park ist das größte Windprojekt in der deutschen Nordsee und der erste rein kommunale Offshore- Windpark Europas. Neben der Trianel GmbH sind 33 Stadtwerke und Regionalvesorger beteiligt, darunter AllgäuStrom. Der Park entsteht 45 Kilometer nördlich vor der Küste von Borkum. Im Winter 2012/2013 soll die Stromlieferung beginnen. ![]() |

