Vorsicht: Betrüger unterwegs!

Vorsicht an der Haustür: Hinter dem freundlichen Vertreter steckt meistens eine Drückerkolonne, die Verbraucher aufs Glatteis führt.

Drückerkolonnen versuchen seit Jahren Zeitungsabonnements und Versicherungen an der Haustür zu verkaufen. Und die Betrüger haben einen weiteren Markt entdeckt: Stromverträge. Auch im Allgäu sind falsche "Energieversorger" unterwegs. 

Es klingelt an der Haustür, ein freundlicher Mann im Anzug steht vor der Tür. Er sei ein Mitarbeiter von AllgäuStrom. "Sie wollen sicher auch Strom sparen", sagt er und bietet einen neuen Vertrag zu besseren Konditionen an.
Hinter dieser freundlichen Offerte steckt jedoch kein Mitarbeiter von AllgäuStrom, sondern eine Drückerkolonne, die ein Haustürgeschäft abschließen möchte.

Fremdanbieter auf Kundenfang

Derartige dubiose Geschäftetreiber sind in Deutschland keine Seltenheit. Branchenübergreifend versuchen sie, am Telefon oder vor Ort Menschen zu Vertragsabschlüssen zu überreden - mit ausgefeilter Rhetorik und äußerst freundlich. Bei Verträgen wie im Beispiel oben handelt es sich in der Regel allerdings um Angebote von Fremdanbietern: Unter dem Vorwand, von einem seriösen Stromversorger zu kommen, gehen sie gezielt auf Kundenfang. Den meisten Verbrauchern fällt erst im Nachhinein auf, dass sie auf ein überteuertes oder unseriöses Angebot eingegangen sind. Dabei lassen sich im Fall falscher Stromverträge Betrüger leicht entlarven, denn: AllgäuStrom schickt generell keine Mitarbeiter von Tür zu Tür, um neue Verträge abzuschließen.

Die AllgäuStrom Partner raten deshalb, keine Verträge an der Haustür zu unterschreiben und sich vor allem nicht unter Druck setzen zu lassen. Auch Bestätigungen für den Besuch oder ein anderes Dokument sollte man nicht unterschreiben, nur um den Besucher schnell los zu werden.

Weitere Verbraucherschutz-Tipps rund um Haustürgeschäfte gibt es im Internet auf www.polizei-beratung.de unter der Rubrik "Themen und Tipps".

So können Sie sich schützen - Tipps vom Experten

Alexander Resch, Polizeipräsidium Schwaben Süd/West

"Drückerkolonnen sind Verkäufer im Außendienst, die oftmals außerhalb der gesetzlichen Regelungen Haustürgeschäfte abwickeln.
Sollte ein Vertreter vor der Tür stehen, raten wir dazu, sich immer einen Beschäftigungs-ausweis mit entsprechendem Unternehmenslogo zeigen zu lassen. Bestehen Zweifel, ist es ratsam, bei dem jeweiligen Unternehmen anzurufen, um dies abzuklären. Von Vorteil ist es, eine Vertrauensperson oder einen Nachbarn zum Gespräch hinzuzuziehen. Sämtliche Formulare, die eine Unterschrift verlangen, sollten gründlich durchgelesen und auf Unklarheiten überprüft werden.
Ist man doch mal einem Betrüger aufgesessen, sollte man unbedingt von seinem 14-tägigen Widerrufsrecht Gebrauch machen. Das gilt für alle Haustürgeschäfte. Dafür verlangt man am besten direkt vor Ort eine Kopie des jeweiligen Kaufvertrages."