Beim Kühlen sparen

Austauschen lohnt sich: Mit einem neuen, modernen Kühlgerät kann man die Stromkosten um fast die Hälfte reduzieren.

Ein guter Tausch

Alte Gefrier- und Kühlkombinationen können wahre Energieschlucker sein. Das belastet Umwelt und Geldbeutel. Deshalb hatten alle AllgäuStrom Kunden von Juli bis Ende Dezember 2011 die Gelegenheit, ihre Altgeräte bei allen teilnehmenden Allgäuer Fachhändlern gegen einen neuen Gefrier- oder Kühlschrank der Energieklasse A+ bis A+++ auszutauschen. Als Belohnung gab es für jeden Tausch einen Bonus von bis zu 50 Euro. Ein gutes Angebot, von dem etliche AllgäuStrom Kunden Gebrauch gemacht haben. Bis Ende November 2011 schafften sich 599 Haushalte neue Kühl- und Gefriergeräte an.

Tipps rund ums Kühlen

Wie viel Kühlschrank braucht man?

In einem Single- oder Zwei-Personen-Haushalt reicht meist ein Kühlschrank mit etwa 100 bis 140 Litern-Nutzinhalt. Bei einer Familie rechnet man mit rund 60 Litern pro Person.

Geht es nicht auch ohne Kühltruhe?

Oft reicht ein Kühlschrank mit Vier-Sterne-Gefrierfach. Dann jedenfalls, wenn man im Haushalt nicht mehr als 50 l Tiefgekühltes pro Person bevorraten will.

Was steht in den Sternen?

Kennzeichnung

Anwendung

Eisfach

Gefrieren und Lagern von Eiswürfeln

* nicht wärmer als -6 °C

Kurzlagern gefrorener Lebensmittel
bis max. eine Woche

** nicht wärmer als -12 °C

Lagern gefrorener Lebensmittel
bis max. drei Wochen

*** nicht wärmer als -18 °C

Lagern gefrorener Lebensmittel
bis zu mehreren Monaten

**** -18 °C oder kälter

Einfrieren von Lebensmitteln und
Lagern bis zu mehreren Monate

Kälteplus

Wer eine zusätzliche Gefriertruhe im Haus hat, verzichtet beim Kühlschrank lieber auf das Drei-Sterne-Gefrierfach: Ein Kühler ohne Gefrierfach verbraucht nur halb so viel Strom. Sieben Grad Kühlschranktemperatur genügen völlig - einfach mit einem Thermometer kontrollieren.

Platzwahl

Stellen Sie das Kühlgerät keinesfalls neben Herd, Spülmaschine, in den Heizungsraum oder an einen sonnigen Ort. Je niedriger die Umgebungstemperatur, desto geringer ist der Stromverbrauch: Jedes Grad mehr erhöht ihn um sechs Prozent.

Dicht halten

Kontrollieren Sie die Türdichtungen. Sind diese verschmutzt oder beschädigt, dringt warme Luft ein und muss erst wieder abgekühlt werden. Deshalb auch unnötiges Öffnen vermeiden: Wer seine Speisen übersichtlich anordnet, braucht nicht lange suchen. Lüftungsgitter an der Rückseite des Geräts und bei Einbaugeräten im Schranksockel frei und sauber halten, die Luft kann besser zirkulieren und die Kühlflüssigkeit abkühlen.

Klimawandel

Die meisten Kühlschränke tauen automatisch ab, wenn der Kompressor Pause macht. Das Gefrierfach enteist jedoch nur durch Abschalten des Geräts. Verreisen Sie länger als zwei Wochen, den Kühlschrank ausschalten, abtauen, Tür einen Spalt öffnen.

Alles am richtigen Platz

Butter, Gemüse, Käse und Wurst: Oft werden Lebensmittel nach dem Einkauf einfach wahllos in den Kühlschrank gestellt. Die Folge: Kaum gekauft, schon vergammeln viele Produkte. Durch den richtigen Lagerungsort lässt sich die Haltbarkeit einiger Lebensmittel im Kühlschrank verlängern. Die Temperatur variiert in den einzelnen Bereichen. Der kälteste Teil befindet sich oberhalb des Gemüsefachs.
 

Gefrieren

Nicht mehr zum Einkaufen gekommen oder ein paar Freunde stehen unangemeldet vor der Tür - wohl dem, der rasch auf tiefgefrorenen Vorrat zurückgreifen kann. Wer unsere Tipps beherzigt, spart ganz cool.

Schrank oder Truhe?

Gefriertruhen arbeiten im Durchschnitt sparsamer als Gefrierschränke. Geräte mit einer starken Wärmedämmung müssen wesentlich seltener kühlen, verbrauchen so weniger Strom und halten auch bei Stromausfall den Inhalt länger kühl. Dafür lässt sich in Schränken besser Ordnung halten.

Voll kühlt besser

Eine Gefrierschranktemperatur von minus 18 Grad genügt völlig. Ist Ihr Gefriergerät zu 70 Prozent gefüllt, arbeitet es am sparsamsten. Benutzen Sie bei halber Füllung die Sparschaltung, die einige Hersteller anbieten. Lagern nur wenige Speisen im Gefrierschrank, verdrängt ein Styroporblock die Luft im leeren Raum, die nun nicht mehr mitgekühlt werden muss.

Abtauen spart Strom

Je dicker die Reifschicht ist, umso höher der Energieverbrauch. Gefriergeräte ohne Abtauautomatik bei einer Reifschicht von einem halben Zentimeter abtauen. Moderne NoFrost-Geräte bleiben dagegen ständig eisfrei.

Kältesturz

Lebensmittel nur gut abgekühlt einlagern. Sonst muss Ihre Gefriertruhe Sonderschichten fahren. Sind größere Mengen einzufrieren, etwa acht Stunden zuvor Gefrierautomatik oder Superfrostschaltung (Schockgefrieren) aktivieren. Sobald der Einfriervorgang abgeschlossen ist, schaltet die Automatik auf Normalbetrieb zurück. Achtung: Die älteren Geräte müssen von Hand wieder in den Normalbetrieb geschaltet werden.

Übersicht hilft sparen

Übersichtlich einsortierte Lebensmittel in beschrifteten Gefrierboxen und -beuteln ersparen mühsames Suchen, denn häufiges und langes Öffnen der Gerätetür kostet Energie. Eine Vorratsliste verhilft zu mehr Überblick.

"Grüne Elektronik"

Hier finden Sie eine Übersicht zu energiesparenden Geräten, die gleichzeitig klimaschonend hergestellt wurden.

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