Kühlen und gefrieren

Kühl- und Gefriergeräte sind die größten Stromverbraucher im Haushalt: Das liegt daran, dass sie rund um die Uhr in Betrieb sind.

Daher sollte man bereits bei der Anschaffung auf die Energieeffizienzklasse achten. Experten raten, A++ oder A+ Geräte zu kaufen, da die normale Effizienzklasse A heutzutage nicht mehr für höchste Sparsamkeit steht. Als Faustregel gilt: Geräte, die älter als zehn Jahre sind, möglichst bald austauschen. Sie haben einen besonders hohen Stromverbrauch.

Auf den Leib geschnitten

Kaufen Sie ein Gerät, das Ihrem persönlichen Bedarf entspricht. Je größer, desto höher auch der Energieverbrauch. Faustregel bei Kühlschränken: Pro Person 60 Liter Inhalt einplanen (ohne Gefrierfach). Single- und Zwei-Personen-Haushalte kommen mit 100 bis 140 Litern aus.

Kälteplus

Wer eine zusätzliche Gefriertruhe im Haus hat, verzichtet beim Kühlschrank lieber auf das Drei-Sterne-Gefrierfach: Ein Kühler ohne Gefrierfach verbraucht nur halb so viel Strom. Sieben Grad Kühlschranktemperatur genügen völlig - einfach mit einem Thermometer kontrollieren.

Platzwahl

Stellen Sie das Kühlgerät keinesfalls neben Herd, Spülmaschine, in den Heizungsraum oder an einen sonnigen Ort. Je niedriger die Umgebungstemperatur, desto geringer ist der Stromverbrauch: Jedes Grad mehr erhöht ihn um sechs Prozent.

Dicht halten

Kontrollieren Sie die Türdichtungen. Sind diese verschmutzt oder beschädigt, dringt warme Luft ein und muss erst wieder abgekühlt werden. Deshalb auch unnötiges Öffnen vermeiden: Wer seine Speisen übersichtlich anordnet, braucht nicht lange suchen. Lüftungsgitter an der Rückseite des Geräts und bei Einbaugeräten im Schranksockel frei und sauber halten, die Luft kann besser zirkulieren und die Kühlflüssigkeit abkühlen.

Klimawandel

Die meisten Kühlschränke tauen automatisch ab, wenn der Kompressor Pause macht. Das Gefrierfach enteist jedoch nur durch Abschalten des Geräts. Verreisen Sie länger als zwei Wochen, den Kühlschrank ausschalten, abtauen, Tür einen Spalt öffnen.

Alles am richtigen Platz

Butter, Gemüse, Käse und Wurst: Oft werden Lebensmittel nach dem Einkauf einfach wahllos in den Kühlschrank gestellt. Die Folge: Kaum gekauft, schon vergammeln viele Produkte. Durch den richtigen Lagerungsort lässt sich die Haltbarkeit einiger Lebensmittel im Kühlschrank verlängern. Die Temperatur variiert in den einzelnen Bereichen. Der kälteste Teil befindet sich oberhalb des Gemüsefachs.
 

Gefrieren

Nicht mehr zum Einkaufen gekommen oder ein paar Freunde stehen unangemeldet vor der Tür - wohl dem, der rasch auf tiefgefrorenen Vorrat zurückgreifen kann. Wer unsere Tipps beherzigt, spart ganz cool.

Schrank oder Truhe?

Gefriertruhen arbeiten im Durchschnitt sparsamer als Gefrierschränke. Geräte mit einer starken Wärmedämmung müssen wesentlich seltener kühlen, verbrauchen so weniger Strom und halten auch bei Stromausfall den Inhalt länger kühl. Dafür lässt sich in Schränken besser Ordnung halten.

Voll kühlt besser

Eine Gefrierschranktemperatur von minus 18 Grad genügt völlig. Ist Ihr Gefriergerät zu 70 Prozent gefüllt, arbeitet es am sparsamsten. Benutzen Sie bei halber Füllung die Sparschaltung, die einige Hersteller anbieten. Lagern nur wenige Speisen im Gefrierschrank, verdrängt ein Styroporblock die Luft im leeren Raum, die nun nicht mehr mitgekühlt werden muss.

Abtauen spart Strom

Je dicker die Reifschicht ist, umso höher der Energieverbrauch. Gefriergeräte ohne Abtauautomatik bei einer Reifschicht von einem halben Zentimeter abtauen. Moderne NoFrost-Geräte bleiben dagegen ständig eisfrei.

Kältesturz

Lebensmittel nur gut abgekühlt einlagern. Sonst muss Ihre Gefriertruhe Sonderschichten fahren. Sind größere Mengen einzufrieren, etwa acht Stunden zuvor Gefrierautomatik oder Superfrostschaltung (Schockgefrieren) aktivieren. Sobald der Einfriervorgang abgeschlossen ist, schaltet die Automatik auf Normalbetrieb zurück. Achtung: Die älteren Geräte müssen von Hand wieder in den Normalbetrieb geschaltet werden.

Übersicht hilft sparen

Übersichtlich einsortierte Lebensmittel in beschrifteten Gefrierboxen und -beuteln ersparen mühsames Suchen, denn häufiges und langes Öffnen der Gerätetür kostet Energie. Eine Vorratsliste verhilft zu mehr Überblick.

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