Kinder und Karriere - kein Problem

AllgäuStrom Partner setzen auf Frauen und familienfreundliche Arbeitsplätze.
In der BRD sind heute 75 Prozent aller weiblichen Führungskräfte kinderlos. Ein Drittel unserer Bevölkerung bleibt ohne Nachwuchs, oft weil Frauen Beruf und Familie nicht vereinbaren können. Anders bei AllgäuStrom: Die Partner wissen die Leistung berufstätiger Frauen zu schätzen und setzen deshalb auf familienfreundliche Arbeitsplätze. Denn: Ein Albtraum einer jeder berufstätigen Mutter ist, dass der kleine Sohn morgens mit Fieber und Halsschmerzen aufwacht und nicht in den Kindergarten kann. Jede Mutter weiß, der Arbeitgeber sieht es nicht gerne, wenn seine weiblichen Mitarbeiter wegen solcher "Kinkerlitzchen" ausfallen. Oft bevorzugen sie deshalb auch männliche Mitarbeiter.
Von zufriedenen Mitarbeitern profitieren
Ganz anders erlebte das die Bürokauffrau Sabine Schlotter (43), die als Mutter von zwei kleinen Söhnen vor neun Jahren beim AllgäuStrom Partner Allgäuer Kraftwerke (AKW) in Sonthofen ihre Stelle antrat. "Ich hatte vom ersten Tag an einen sehr toleranten Chef", erzählt sie. Ihr Sohn Michael war gerade mal ein Jahr alt, der andere fünf. Zunächst arbeitete sie zwölf Stunden in der Woche, heute sind es 15 Stunden. Die Fachfrau für Fakturierung und Rechnungswesen hatte bei der Einteilung ihrer Arbeitszeit immer relativ freie Hand. So konnte sie sich mit ihrem Mann, der als Stationsleiter in einem Krankenhaus arbeitet, je nach Bedarf absprechen, wenn es um Erledigungen, Haushalt oder die Betreuung der Kinder ging. "Traumhafte Bedingungen", schwärmt Sabine Schlotter, und: "Es ist mir klar, dass ich mit meiner Stelle absolutes Glück hatte. Viele meiner Freundinnen beneiden mich darum."
Genau von dieser Zufriedenheit, das glaubt ihr Chef Erwin Bischofberger, profitiert AllgäuStrom. Denn es ist nicht nur reine Menschlichkeit, die die Versorger zu solchen flexiblen Arbeitsplatzmodellen bringen. "Wenn unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zufrieden sind, arbeiten sie sehr viel engagierter und bringen mehr Leistung. Gerade Frauen, die aus der Babypause zurückkehren, sind oft froh, wenn der Arbeitgeber sie dabei unterstützt, Erziehung und Job unter einen Hut zu bringen." Letztendlich könne AllgäuStrom auf diese Weise qualifizierte Leute langfristig an ihre Unternehmen binden und spare sich die teure Suche nach neuen Fachkräften.
Vielseitige Fähigkeiten
Nach wie vor gehen in ländlichen Regionen weniger Frauen einem Beruf nach als Männer (siehe auch Kasten rechts). Bei AllgäuStrom sind von insgesamt 416 Mitarbeitern 109 weiblich, wobei der Frauenanteil in der Verwaltung bei rund 43 Prozent liegt. Erwin Bischofberger schätzt das besondere Multitasking-Talent berufstätiger Mütter. Neue Kommunikationsmittel und immer mehr Hektik in der Arbeitswelt erforderten zunehmend die Fähigkeit, mehrere Dinge gleichzeitig zu erledigen. "Gerade wer Kindererziehung und Beruf unter einen Hut bringen muss, ist meist flexibel und kreativ", so Erwin Bischofberger.
Kinder und Familie plant auch Claudia Eiben (25) aus Kaufbeuren. Allerdings noch nicht so schnell. Die junge Frau, die seit Kurzem bei einem der AllgäuStrom Partner arbeitet, möchte sich erst mal beruflich positionieren. Mit ihrem Fachgebiet Wirtschaftsingenieurin für Elektro- und Informationstechnik ist sie eine Exotin in einer Männerdomäne. Gerade mal sieben Frauen waren es in ihrem Semester, die sich für ein Ingenieurstudium entschieden haben - dem gegenüber standen 50 Männer.
Erst arbeiten, dann Familie
Nach Abschluss des Dualstudiums in Kempten im März 2009 bewarb sich die junge Frau für 35 Stellen in ganz Deutschland. Mitten in der Finanzkrise. Als bei AllgäuStrom eine für sie passende Stelle vakant wurde, bekam sie den Job "trotz ihres Geschlechts und ihrer Jugend". "Und das nicht einmal deshalb, weil es wieder an der Zeit war, eine Stelle mit einer Frau zu belegen", freut sie sich. "Ich wurde aufgrund meiner Qualifikation und meiner guten Noten genommen."
Für Claudia Eiben war das ein absoluter Glücksfall. Denn auch ihr Lebensgefährte lebt im Allgäu, und mit ihm möchte sie "natürlich" langfristig eine Familie gründen. Doch in den nächsten Jahren will sie sich erst intensiv in die ihr gestellten Themen einarbeiten. Besonders reizt sie die persönliche Betreuung der Geschäftskunden und das Thema "Energieversorgung der Zukunft", an der bei AllgäuStrom besonders intensiv gearbeitet wird.
Und dann irgendwann möchte sie Kinder haben. Wie sie sich das vorstellt? Claudia Eiben: "Es gibt heute viele Modelle. Auch der Mann kann zu Hause bleiben, als Überbrückung oder langfristig. Wir werden sehen." Bei ihrem neuen Arbeitgeber AllgäuStrom jedenfalls fühlt sie sich auch diesbezüglich gut aufgehoben.
Die Statistik zeigt: |
In Bayern leben rund 62 Prozent der weiblichen Bevölkerung auf dem Land. Hier ist laut Bayerischem Landesfrauenrat der Anteil berufstätiger Frauen insgesamt kleiner als in der Stadt. Nach wie vor verdienen Frauen in ländlichen Regionen weniger und erhalten damit eine geringere Rente als Frauen, die in der Stadt leben und arbeiten. Und nicht nur das: Eine Untersuchung des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung e. V. (DIW) hat ergeben, dass auch der Einkommensunterschied zwischen den Geschlechtern auf dem Land größer ist als in der Stadt. Frauen verdienen auf dem Land rund 33 Prozent weniger als Männer. In der Stadt sind es 12 Prozent. |
