Ein Pilotprojekt, das elektrisiert

"Wenn wir alles täten, wozu wir imstande sind, würden wir uns wahrscheinlich in Erstaunen versetzen", meinte Thomas Alva Edison (1847 - 1931). Der Erfinder der Glühbirne würde heute beim Besuch des Allgäus sicher über ein Projekt staunen, das die Menschen "elektrisiert".
Umweltschonend durchs Allgäu
Ab Mitte 2010 werden im Rahmen des Projektes eE-Tour Allgäu etwa 50 unterschiedliche Elektrofahrzeuge - bestehend aus E-Autos, E-Roller und Segways - eingesetzt (eine Auswahl der E-Autos sehen Sie rechts). Genutzt werden sollen die E-Fahrzeuge, welche eE-Tour Allgäu den Partnerhotels und Gästezentralen zur Verfügung stellt, etwa von Touristen. Dabei geht es um die flexible Mobilität am Urlaubsort: Anreisen mit der Bahn, vor Ort individuell unterwegs sein mit sauberem Antrieb. Mit der neuen E-Flotte zeigt das Pilotprojekt, wie man bequem, voll im Trend und vor allem umweltschonend durch eine der schönsten Landschaften Europas kommt. Umweltschonend, da der Strom CO2-frei in AllgäuStrom Wasserkraftwerken produziert wird.
E-Autos zum Testen
Der Einsatz der E-Fahrzeuge soll nicht nur den Tourismus energieeffizienter gestalten, sondern den Allgäuern selbst die Möglichkeit bieten, die Alltagstauglichkeit der E-Mobilität als sinnvolle Alternative der Fortbewegung zu testen. Um Erfahrungen speziell für Firmen zu sammeln, baut das Allgäuer Überlandwerk im Laufe des Projektes eine Firmenflotte auf. Zugleich forscht eE-Tour Allgäu an der Informations- und Kommunikationstechnik (IKT) in E-Autos. Die Idee dahinter: Ein intelligentes Navigationssystem berechnet die Reichweite der Fahrzeuge mithilfe von Temperatur, Batterieladezustand, Topografie und Fahrzeugdaten. Es kommuniziert mit einer Mobilitätszentrale, wenn die Nutzer an einer der Ladesäulen, die das eE-Tour-Konsortium errichtet, Strom "tanken".
Kluge Köpfe und Konzepte gefragt
"Beim Thema Elektro-Mobilität ist der Innovationsstandort Deutschland mit seinen klugen Köpfen gefordert", sagte Wirtschaftminister Rainer Brüderle. Eben jene klugen Köpfe, die mit Erfindungsreichtum nicht nur Traditionen und Landschaften erhalten, sondern an zukunftsfähigen Ideen mitarbeiten.
Unterstützt wird das Projekt neben den bereits genannten Partnern auch von der Soloplan GmbH Kempten, der MoveAbout GmbH, der Eberhard-Karls-Universität Tübingen, der TU München, der Energy4U GmbH Elbtal, den John Deere Werken Mannheim und der ABT Sportsline GmbH Kempten.

- Eröffnung einer Stromtankstelle: Hubert Buhl, Bürgermeister Sonthofen, Michael Fiedeldey, AllgäuNetz, Bernhard Kappeler, Allgäuer Kraftwerke, Michael Lucke, Allgäuer Überlandwerk, Petra Wilhelm, Stadt Sonthofen, Stefan Mayer, eE-Tour Allgäu.
E-Mobil fahren und tanken
Sauber und lautlos durchs Allgäu fahren und dabei Natur und Landschaft bewahren - die strombetriebene Fahrzeugflotte des Projektes eE-Tour Allgäu soll genau das wahr machen. Das Projektteam will herausfinden, wie Gäste und Einheimische die verschiedenen E-Autos annehmen und wie ihr Mobilitätsverhalten ist. Damit den elektrisch betriebenen Fahrzeugen der Saft nicht ausgeht, befindet sich im Allgäu eine entsprechende Infrastruktur im Aufbau. Mehr als ein Dutzend Ladesäulen werden derzeit errichtet, unter anderem in Kempten, Sonthofen, Bad Hindelang, Oberstaufen, Immenstadt, Nesselwang, Rettenberg und Oberstdorf. Weitere Ladesäulen sind in Planung.
Während der Forschungszeit ist der Strom kostenlos. Das Allgäu ist mit dem Projekt eE-Tour Allgäu eine von 15 Modellregionen in Deutschland, die sich mit neuen Mobilitätskonzepten beschäftigen. Gefördert wird das Projekt im Rahmen des Konjunkturpakets II vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) unter dem Förderschwerpunkt "IKT für Elektromobilität".
Alle Infos |
... zum Projekt eE-Tour Allgäu, zur Fahrzeugflotte sowie zu den Ladesäulen gibt es unter |
![]() SamGeschwindigkeit: 95 km/h ![]() Fiat 500Geschwindigkeit: 110 km/h ![]() STROMOSGeschwindigkeit: 120 km/h ![]() Luis 4U greenGeschwindigkeit: 120 km/h ![]() Spyder-SGeschwindigkeit: 145 km/h |





