Energetisch sanieren heißt sparen

Mit einer effizienten Wärmedämmung lassen sich die Heizkosten in Wohnhäusern um bis zu 50 Prozent reduzieren. Mit einer Thermografie-Aufnahme können Sie Schwachstellen in der Dämmung gut erkennen.

Mit einer effizienten Wärmedämmung lassen sich die Heizkosten in Wohnhäusern um bis zu 50 Prozent reduzieren. AllgäuStrom informiert, wie Hauseigentümer den Schwachstellen auf die Spur kommen und welche Maßnahmen sinnvoll sind.

Die Allgäuer Hausbesitzer wissen: Energie sparen zahlt sich aus. Am effektivsten wirken grundsätzliche Maßnahmen an Fassade, Dach und Fenster. Denn wo es durch undichte Fenster zieht und sich die Wärme durch schlecht isoliertes Mauerwerk von dannen macht, da hilft vernünftiges Heizen wenig.

Die gründlichste Methode, um Wärmebrücken - Stellen am Gebäude, durch die Wärme nach außen transportiert wird - auszumachen, ist die Thermografie. Mit einer Infrarotkamera werden Gebäude von außen "fotografiert". Stellen, an denen Wärme ungenutzt verloren geht, leuchten rot - ein Signal: Hier kann man eingreifen. Thermografische Aufnahmen sollten die Basis jeder Gebäudesanierung sein. Diese Aufnahmen werden üblicherweise in kalten Nächten gemacht. Der Staat fördert dazu viele Maßnahmen (siehe unten).

Natürlich dämmen

Die meisten Häuser und Wohnungen besitzen keinen ausreichenden Wärmeschutz. Wer allerdings seine Mauern richtig dämmt, kann bis zu 50 Prozent bei den Heizkosten sparen. Die beste Lösung: die Dämmung von Dach und Außenwänden. Bei der Frage nach den Dämm-Materialien empfehlen sich natürliche Stoffe. Sie sind gesundheitlich unbedenklich, recycelbar, in der Herstellung klima- und umweltfreundlich und bestehen aus nachwachsenden Rohstoffen. Sie können sich mit ihren synthetischen Konkurrenten wie Polystyrol-Hartschaum-Platten in Sachen Beständigkeit, Wärmespeicherfähigkeit und Verarbeitungsfreundlichkeit durchaus messen.

Im Gegenteil: Holzfaserplatten zum Beispiel nehmen mehr als 20 Prozent ihres Gewichts an Feuchtigkeit auf und geben sie wieder ab. Diese Fähigkeit sorgt auch in heißen Sommern für ein angenehmes Wohnklima. Holzplatten eignen sich für fast alle Wärmeschutzaufgaben: zur Dämmung von Dächern ebenso wie für eine Innen- und Außendämmung. Sie schlucken Lärm und sind zudem weniger anfällig für Verschmutzungen.

Gut verglast

Viel Wärme flüchtet übrigens auch durch Fenster. Kunststoffrahmen dämmen perfekt mit eingeschlossener Luft in drei bis fünf Kammern. Alufenster kosten zwar mehr, halten aber ewig. Das bedeutet aber keinesfalls das Aus für gut erhaltene Holzfenster. Ist der Rahmen stabil, reicht häufig eine bessere Verglasung.

Grundsätzlich kommt es immer auf einen möglichst niedrigen Wärmedurchgangs-Koeffizienten (U-Wert) an. Zum Vergleich: Einfaches Glas (U-Wert 0,8) lässt 78 Prozent der Heizwärme entweichen, dreifaches Wärmedämmglas (0,6) nur neun Prozent.

Staatliche Zuschüsse

Der Staat belohnt energiebewusstes Handeln und lockt mit einer ganzen Reihe von Förderungen. Dämm-Maßnahmen unterstützt das Programm "Energieeffizient Sanieren" der staatlichen KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau). Das BAFA (Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle) fördert eine Energieberatung vor Ort mit 300 bis 350 Euro. Für eine Thermografie gibt es 100 Euro.

Die KfW wiederum bezuschusst eine Baubegleitung durch einen Energieberater. Auch für die Modernisierung bzw. den Austausch veralteter Heizungsanlagen stehen umfassende Gelder vom BAFA und der KfW bereit. Grundsätzlich können 20 Prozent der Lohnkosten von Handwerkern (bis maximal 6.000 Euro) bei der Steuererklärung von Privatleuten geltend gemacht werden. Wer jetzt Maßnahmen ergreift, profitiert nicht zuletzt von den augenblicklich günstigen Zinsen.

Weitere Informationen

... rund ums Sanieren, Dämmen und zum Thema Thermografie erhalten Sie bei den Energieberatern von AllgäuStrom sowie beim energie- und umweltzentrum allgäu eza! auf 
www.eza-allgaeu.de


... mehr Informationen zu staatlichen Förderungen unter
www.bafa.de

www.kfw-foerderbank.de und

www.energie-tipp.de/foerdermittel