Energielexikon: Begriffe T bis Z
Transformator
Stromumwandler, in der Energietechnik üblicherweise eingesetzt zur Umwandlung von einem Spannungsniveau auf ein anderes. Prinzipell kann man elektrische Energie einer beliebigen Spannung über Leitungen transportieren. Jedoch hängt der Verlust bei der Leitung elektrischen Stroms ganz entschieden von der Stromstärke ab, die durch die Leitung fließt. Über weite Strecken ist es wesentlich effizienter, elektrischen Strom bei hohen Spannungen zu transportieren, bei der Stromerzeugung und bei dem Endverbraucher werden üblicherweise kleinere Spannungen erzeugt bzw. benötigt. Daher wird die Spannung zum Transport über Hochspannungsleitungen mit einem Transformator hochgesetzt, in der Nähe z.B. kleinerer Verbraucher - Haushalte und kleiner Industriebetriebe - wieder herabgesetzt auf letztendlich 400V (üblicher Drehstrom, früher 380V) oder 240V (üblicher Wechselstrom, früher 220V ).
TW
Abkürzung der Einheit für die Leistung, 1 Terawatt = 1012 Watt.
TWh
TeraWattStunden, d.h. für 1 Milliarde kWh
Übergabestation
Die Übergabestation ist die Stelle, an der das Energie-Versorgungs-Unternehmen die Elektrizität zur Verfügung stellt. Sie muss nicht identisch sein mit der Eigentumsgrenze oder mit der Stelle, an der die Elektrizität gemessen wird.
Übertragung
Transport von elektrischer Energie über ein Hochspannungsnetz zum Zwecke der Stromversorgung von Endverbrauchern und Verteilern (Kunden).
Unbundling
"Unbundling" kommt aus dem Englischen und bezeichnet die wirtschaftliche Trennung von Stromerzeugung und Bereitstellung des Netzes. Durch diese Trennung ist eine neue Berechnungsgrundlage für beide Dienstleistungen erforderlich.
Verbrauchsspitzen
Der Stromverbrauch ist nicht gleichmäßig über den Tag verteilt: Verbrauchsspitzen treten beispielsweise in Haushalten vormittags zwischen sechs und zehn sowie gegen zwölf Uhr mittags auf; besonders viel Strom wird auch abends zwischen 19 und 20 Uhr verbraucht. Also immer dann, wenn besonders viele Geräte wie Herd, Fernseher oder auch Computer in Betrieb sind und in vielen Räumen das Licht eingeschaltet ist. Ab 22 Uhr gehen die Verbrauchskurven zurück.
Watt
Einheit der Leistung. 1 Watt = 1 Joule/Sekunde
Wechselstrom
Der Wechselstrom ändert periodisch, im Gegensatz zum Gleichstrom, seine Polarität und seinen Stromwert. In der öffentlichen Elektrizitätsversorgung wird heutzutage fast ausschließlich Wechselstrom bzw. Drehstrom verwendet. Dies liegt an der - gegenüber Gleichstrom - einfacheren Handhabung. Wechselstrom ändert 50 mal in der Sekunde (50 Hz) in den Versorgungsnetzen seine Polarität.
Wirkungsgrad
Der Wirkungsgrad ist das Verhältnis von abgegebener und aufgenommener Leistung bei der Energieumwandlung. Er ist ein Maß für die Energieeffizienz und für den notwendigen Ressourceneinsatz. Dabei muss unterschieden werden zwischen dem elektrischen Wirkungsgrad, der nur die Stromerzeugung berücksichtigt, dem thermischen Wirkungsgrad bei der Wärmeumwandlung und dem Gesamt-Wirkungsgrad. Typische heute technisch erreichte Wirkungsgrade sind: Photovoltaik 10 %, Kohlekraftwerke 45 %, Brennstoffzelle 30-55 %, Gaskraftwerke 60 %, Blockheizkraftwerke 70-85%, Dieselmotor 30 %, Benzinmotor 25 %. Die Erhöhung der Wirkungsgrade ist ein wesentliches Ziel der Energieforschung.
Zählerfernauslese
Ein Zählerfernauslesesystem liest Zählwerte elektronisch aus und überträgt die Zählwerte z.B. über Funk an einen Empfänger.
Zählpunkt
Der Zählpunkt ist ein Netzpunkt, an dem ein Energiefluss messtechnisch erfasst und gezählt und oder registriert wird (Einspeise- und/oder Entnahmepunkt).
