Sicher auf hohem Niveau

Zuverlässiges und gewissenhaftes Arbeiten an den Netzen - das ist der Grundsatz technischen Mitarbeiter.

Ständige Pflege der Netze, großes technisches Know-how der Mitarbeiter und Investitionen in Millionenhöhe sorgen im Allgäu für eine gesicherte Stromversorgung. Stromausfall? Nein danke!

Im Vergleich zu anderen Ländern ist Deutschland bei der störungsbedingten Versorgungssicherheit einfach Spitze. Durchschnittlich nur 21,8 Minuten pro Jahr fließt in Deutschland kein Strom. Noch besser der Wert bei uns im Allgäu: Hier sind es gerade mal 11,9 Minuten, die wir im statistischen Mittel stromlos sind (vielfach vom Verbraucher unbemerkt). Ein fast unschlagbarer Wert, der für AllgäuStrom natürlich ein großes Lob darstellt. Für jeden einzelnen AllgäuStrom Mitarbeiter ist es deshalb Herausforderung und Ansporn zugleich, durch seine gewissenhafte, qualifizierte Arbeit die Zuverlässigkeit noch weiter zu erhöhen.

Das lassen sich die neun AllgäuStrom Partner als Verpächter der Netze an die Allgäuer Netzbetreiber einiges kosten. Jährlich fließen Millionen in die Pflege und Instandhaltung der Anlagen. Netzsicherheit gilt als oberstes Gebot. Denn wie alle technischen Einrichtungen müssen auch die Freileitungen und Kabel, die den Strom vom Kraftwerk in die Umspannwerke und schließlich in die Hausanschlüsse transportieren, regelmäßig geprüft werden.

Wie Hochseilartisten auf den Netzen

Zum Beispiel gerade im Winter, wenn Eis und Schnee den Masten und Freileitungen ordentlich zusetzen, werden besondere Ansprüche an deren Stabilität und Funktionalität gestellt. Bei extremen Wetterkonstellationen kann es vorkommen, dass sich um die Seile der Freileitungen eine sogenannte Eiswalze bildet. Um dadurch drohenden Schäden vorzubeugen, wurde im Mai dieses Jahres begonnen, die tragfähige Last ("Eislast") zu verdoppeln. "Insgesamt 31 Strommasten wurden im ersten Schritt zwischen den Orten Zell und Seltmanns saniert", erklärt Josef Burkart, Bauleiter bei AllgäuStrom. Das entspricht einer Länge von rund 8,5 Kilometern. "Die Pflege und Instandhaltung beschränkte sich aber nicht nur auf den Austausch von Diagonalverstrebungen, der Verstärkung von Eckstielen oder der Erneuerung von Seilen und Isolatoren. An fünf Masten wurde auch die Mastspitze getauscht", weiß er. Der Mastwechseltausch ist ein für Beobachter immer besonders sehenswertes Spektakel, wenn die Netztechniker wie Hochseilartisten an den Masten hangeln. Im Frühjahr nächsten Jahres geht es mit den Sanierungsarbeiten zwischen Lechbruck und Nesselwang weiter.

Unbemerkte Arbeiten

Auch die 20 kV-Energieversorgungsnetze zwischen dem Elektrizitätswerk Hindelang und dem Elektrizitätswerk Schattenwald im Tannheimer Tal wurden saniert. Im ersten Bauabschnitt nahmen sich die Fachleute 27 Masten auf 5,7 Kilometer Länge vor und brachten sie in Schuss. 2010 werden die Arbeiten an den Netzen fortgesetzt. Bei all diesen Maßnahmen bleibt der Verbraucher übrigens völlig unbehelligt. Der Strom fließt ohne Unterbrechung in die Haushalte und Betriebe. Darauf können sich die Allgäuer verlassen.

Keine Versorgungsunterbrechungen während der Netzarbeiten

Dipl.-Ing. Michael Fiedeldey, Geschäftsführer von AllgäuNetz

Eine sichere Stromversorgung zu jeder Tages- und Nachtzeit ist den AllgäuStrom Partnern oberstes Gebot. Dazu Dipl.-Ing. Michael Fiedeldey, Geschäftsführer AllgäuNetz:

In Deutschland sind die Stromversorgungsnetze aus Sicherheitsgründen "vermascht". Was bedeutet das?

Die Topologie bei einem Energieversorgungsnetz beschreibt die Struktur der Verbindungen der einzelnen Komponenten miteinander. Der Begriff "vermaschtes Netz" bezeichnet eine Topologieform, bei der jeder Netzknoten mit einem oder mehreren anderen Knoten verbunden ist. "Vermaschte Netze" sind daher sehr zuverlässig und bieten eine maximale Versorgungssicherheit. Bei Ausfall eines Gerätes oder einer Verbindung ist durch Umleitung eine Energieversorgung weiterhin möglich.

Bekommt der Verbraucher von den Instandhaltungsmaßnahmen überhaupt etwas mit?

Nein, durch vorbeugende Instandhaltungsmaßnahmen in unseren Netzen entstehen keinerlei Versorgungsunterbrechungen. Energieversorgungssysteme sind im Regelfall redundant aufgebaut. Das heißt, wenn ein System ausfällt, übernimmt entweder automatisch oder durch Umschaltung ein im Stand-by befindliches Betriebsmittel diese Funktion, was unterbrechungsfrei erfolgt und von Kunden nicht wahrgenommen wird.