Ein Sonderfall: Das Pumpspeicher-Kraftwerk

Lage

Das Pumpspeicher-Kraftwerk besteht aus einem höher gelegenen Speicherbecken und einem Unterbecken oder Fluss. Zu Zeiten, in denen ein "Überschuss" an elektrischer Energie vorhanden ist (in der Regel nachts), wird Wasser über Pumpen durch Rohrleitungen in das hochgelegene Speicherbecken (Oberbecken) gepumpt. Dieser See ist entweder natürlichen Ursprungs oder entsteht durch Aufstauen durch eine Staumauer oder einen Staudamm. Es gibt Oberbecken, die ausschließlich durch Wasserpumpen gefüllt werden und solche, die auch durch natürlichen Zufluss gespeist werden.

Einsatz

Pumpspeicher-Kraftwerke sind eigentlich keine "echten" Kraftwerke, da das Oberbecken in lastschwachen Zeiten gefüllt werden muss. Die Höhe der Speicherkapazität ist grundsätzlich abhängig von der speicherbaren Wassermenge und dem nutzbaren Höhenunterschied zwischen Oberbecken und der Turbine. Bei reinen Pumpspeicherwerken ist die Speicherkapazität meist so ausgelegt, dass die Generatoren ca. vier bis acht Stunden unter Volllast Strom produzieren können.

Turbine

Meist werden Francis-Turbinen eingesetzt, da sie in Pumpspeicherkraftwerken auch als Pumpe eingesetzt werden können.