Drei Gesichter, drei Geschichten

Holz macht kreativ

Holz gibt es bei uns in rauen Mengen, und die Menschen wissen es als natürlichen Rohstoff zu schätzen. Wir haben drei von ihnen besucht, die mit ihm auf ganz besondere Weise umzugehen wissen. Drei Geschichten, drei Künstler:

 

Kein Alphorn gleicht dem anderen, und nicht jedes klingt auch gleich. Wer bei Josef Wagner aus Oberstaufen das Instrument in Auftrag gibt, bekommt ein Unikat. Gefertigt aus Holz mit Leidenschaft, direkt aus dem eigenen Wald neben seinem Bauernhof. Seit mehr als 50 Jahren baut der 78-jährige Landwirt Alphörner. Ein heute nur noch seltenes Handwerk. „Ein Alphorn zu bauen, ist verhältnismäßig einfach“, sagt der Vater von sechs erwachsenen Kindern. „Aber eines zu bauen, das leicht zu spielen ist und gut klingt, erfordert musikalische Erfahrung und akustische Kenntnisse.“ Mit Lippenspannung und Atemtechnik kann man dem über drei Meter langen und etwa zwei Kilo schweren Instrument bis zu zwölf Töne entlocken. Die Alphörner aus dem Hause Wagner sind so etwas wie die „Stradivaris“  und werden sogar bis nach Amerika verkauft.

Mehr Infos unter: www.alphornhof-wagner.de

 

Im richtigen Leben arbeitet Wolfgang Friedrich Koch aus Wertach als Ergotherapeut. Nebenberuflich mit Holz: genauer mit Schwemmholz, das er an Lech und Iller findet. Nachdem er zahlreiche Workshops an Tiroler Holzbildhauerschulen absolviert hatte, wollte er von der gegenständlichen Darstellung zu abstrakten Objekten wechseln. „Meine Arbeiten entstehen aus einem inneren Dialog mit dem Material.“ In seiner Werkstatt stehen bis zu zwei Meter hohe Holzskulpturen, Leuchtobjekte, Tische, kleine und große Schalen und vieles mehr. Wurzeln, Baumgeschwüre oder Äste erhalten in den Händen von Wolfgang Friedrich Koch ein neues Leben und eine Sprache. Herkunft und Reise der glatt geschliffenen und vom Wasser umspülten Skulpturen spielen dabei eine ganz bedeutsame Rolle. Mehr Infos unter: www.schwemmholzkunst.de

Seine Möbel sind wahre Hingucker, echte Einzelstücke, die immer wieder die Aufmerksamkeit der Passanten vor dem Schaufenster seiner Dauerausstellung in der Immenstädter Bahnhofstraße auf sich ziehen. Raymond Hegele, der Bergschreiner, verbindet geradezu spielerisch und mit Liebe zum Detail Design und Natur. Da sind auch Zufälle erlaubt, und ein Objekt darf auch schief sein. Da ist die Badewanne aus Vollholz, die ungerade Säule als Regalschrank, die Holzkommode, geformt wie ein Ei. „Ich mag den lebendigen Werkstoff Holz und ich mag organische Formen. Natürliche Materialien und Formen sind für mich Vorbilder und Arbeitsmittel zugleich“, erzählt der 48-Jährige Oberallgäuer: „Möbel müssen nicht immer eckig oder maßgeschneidert sein“. Mit Möbeln aus Ahorn, Birke, Eiche, Fichte, Nussbaum und diversen Obsthölzern aus der Region setzt er natürliche Wohn-Akzente. Mehr Infos unter:  www.bergschreiner.de

0 Kommentare

  1. Es wurden bisher leider keine Kommentare verfasst. Seien Sie der Erste und teilen Sie uns Ihre Meinung mit!

Ihr Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.
Vielen Dank für Ihren Kommentar.
Unser Redaktionsteam prüft alle Beiträge und gibt sie frei, dies erfolgt während den Bürozeiten von Montag bis Freitag und kann daher einige Zeit in Anspruch nehmen.
Vielen Dank für Ihre Geduld, ihre AllgäuStrom Partner bei der allgaeustrom.de!