EEG 2014 – Neuerungen

Neues EEG 2014

In den vergangenen Monaten war viel die Rede von der Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG), das Anfang August neu in Kraft treten soll. Was hat es damit auf sich?
Bei der EEG-Reform geht es im Kern darum, den Zuwachs Erneuerbarer Energien weiter voranzutreiben, Versorgungssicherheit und den Strompreis stabil zu halten. Der Ausbau der Erneuerbaren Energien muss mit einem Ausbau der Netze einhergehen. Bis 2020 soll der Anteil der regenerativen Energie an der Stromversorgung in Deutschland von derzeit 25 auf 45 Prozent steigen und 2035 bis zu 60 Prozent erreichen. Das novellierte EEG legt dazu unterschiedliche Ausbaukorridore für die verschiedenen Technologien zur regenerativen Stromerzeugung fest. Diese Mengensteuerung zielt ab auf den vermehrten Ausbau kostengünstige Technologien. 

> Bei der Solarenergie und der Windenergie an Land wird ein jährlicher Zubau von 2.500 Megawatt (MW) angestrebt. Zum Vergleich: Das entspricht zwei Kernkraftwerken.

> Bei der Windenergie auf See sollen bis 2020 6.500 MW installiert werden und bis 2030 dann 15.000 MW.

> Bei der Biomasse dürfen pro Jahr 100 MW neu installiert werden.

> Bei Geothermie und Wasserkraft ist keine Mengensteuerung notwendig.

Um die Kosten der Förderung der Erneuerbaren Energien zu begrenzen, sollen diese stärker in den Strommarkt integriert und durch Wettbewerbselemente gestärkt werden. Betreiber neu zugebauter Ökostromanlagen sind daher künftig verpflichtet, ihren Strom nach und nach direkt an der Börse zu vermarkten. Eine „gleitende Marktprämie“ ersetzt dann die festen Fördersätze. Produzenten von Ökostrom sollen so motiviert werden, Strom vor allem dann einzuspeisen, wenn die Nachfrage und damit der Preis hoch sind. Ein weiterer Marktmechanismus ist ab 2017 geplant. Dann soll der Bau von regenerativen Erzeugungsanlagen ausgeschrieben werden. Den Zuschlag erhalten die Investoren, die am günstigsten bauen und deshalb vergleichsweise wenig Förderung brauchen.

Die durchschnittliche Vergütung für Strom aus neuen Ökostromanlagen soll von derzeit rund 17 Cent/kWh auf rund 12 Cent/kWh sinken. Damit soll eine Stabilisierung der EEG-Umlage bis 2017 gelingen, sinkende Strompreise versprich Sigmar Gabriel nicht. Um Arbeitsplätze nicht zu gefährden, sieht das EEG vor, Industriebetriebe, die im internationalen Wettbewerb stehen und energieintensiv produzieren, weitgehend von der EEG-Umlage zu befreien. Die EU-Kommission hat den Befreiungen inzwischen auch wettbewerbsrechtlich ihren Segen erteilt. Die Ausfälle in Höhe von rund fünf Milliarden Euro werden über den Strompreis auf alle Verbraucher umgelegt. Ein großer Durchbruch in Sachen Energiewende sieht wohl anders aus.

Verweise/Links:
• Hier erhalten Sie weiterführende Informationen zum EEG.
• Das Infotelefon des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie zum EEG erreichen Sie unter der Telefonnummer: 030 340 60 65 50

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