Gut durch den Winter

Viele fleißige Helfer sorgen dafür, dass im Winter alles reibungslos klappt.

Wir stellen drei Allgäuer vor, die bei Schnee und Eis im Einsatz sind.

Der Pistenmacher – Thomas Neyer

2015_04_Thomas Neyer_600x469_BFrisch gebügelte Skipisten erfordern eine Menge Vorarbeit mit schwerem Gerät. Auch an der Imbergbahn und der Skiarena Steibis. Seit über 24 Jahren arbeitet Thomas Neyer hier schon als Pistenbully-Fahrer. Mit seiner 400 PS starken Maschine glättet er zerpflügte Abfahrten für den nächsten Tag. Eine Kunst für sich. Damit er beim ersten Schnee gleich loslegen kann, macht Thomas Neyer sein Spezialfahrzeug frühzeitig fit für die Saison. Ein Monteur hilft ihm, die Maschine aus dem Sommerschlaf zu holen und durchzuchecken. Dann zieht ihr Thomas Neyer das Winterkleid an: Ketten, Schneeschild und Fräse. An den noch grünen Pisten stellt er Markierungen und Schneelampen auf, außerdem installiert er die Schneekanonen. Dann heißt es: vorschlafen. Der Dienst der Pistenbully-Fahrer beginnt, wenn die Skifahrer ihre letzten Schwünge gemacht haben. Bis die Abfahrten dann wieder perfekt präpariert sind, kann es auch mal vier Uhr in der Früh werden. Trotzdem mag Thomas Neyer die Nächte auf der Piste. Es sind die kleinen stillen Pausen oben am Berg, die er besonders genießt: Wenn die Nacht sternenklar ist, die Lichter vom Tal bis zum Bodensee hinauf leuchten und er die Kollegen gegenüber am Hochgrat fahren sieht.

Der Seilartist – Wolfgang Sigl

2015_04_Wolfgang Sigl_600x469_AManchmal arbeitet er in 15 Metern Höhe: Als Freileitungsmonteur muss Wolfgang Sigl fit und schwindelfrei sein. Seit 17 Jahren ist er für den AllgäuStrom Partner Energieversorgung Kleinwalsertal (EVK) im Einsatz. Bei Wind und Wetter sorgt er dafür, dass die Menschen im Allgäu Licht und Telefon haben. Damit die sichere Versorgung mit Strom jederzeit gewährleistet ist, hat Wolfgang Sigl vor dem Winter viel zu tun. Er schlägt zum Beispiel Stangen um Kabelverteiler, damit sie beim Schneeräumen nicht beschädigt werden. Um Strommasten fit für die kalte Jahreszeit zu machen, braucht Wolfgang Sigl scharfe Augen, ein gutes Gehör und Kondition. Bis zu 60 Masten am Tag klopft er ab. Klingt einer morsch, muss er ersetzt werden. Gleichzeitig schaut der Monteur, ob Äste oder Bäume auf die Leitungen fallen könnten. Dann zückt er die Kettensäge. Auch die Verlegung von Erdkabeln gehört zu Wolfgang Sigls Aufgaben. Er mag es, dass er bei seinem Job meist an der frischen Luft ist und viel mit Leuten zu tun hat. Denn wenn Kabel verlegt oder Bäume gefällt werden müssen, spricht er vorher mit Anwohnern und Grundstücksbesitzern. Probleme gebe es aber nicht, denn „Strom will doch jeder“, meint Wolfgang Sigl.

Der Wettermelder – Thomas Kammler

2015_04_Thomas Kammler_600x469_CSind Schneefall und niedrige Temperaturen vorhergesagt, ist Dienstbeginn um drei Uhr nachts. Dann fährt Thomas Kammler Hauptstraßen und  Kreuzungen ab und prüft, ob die Fahrbahnen glatt sind. Für den Städtischen Betriebshof Kempten ist er als Temperatur- und Wettermelder unterwegs. Er nutzt ein Infrarotgerät, um die Bodentemperatur zu messen – und seine Erfahrung, die er in neun Jahren gesammelt hat. Müssen die Straßen geräumt und gestreut werden, alarmiert er seine Kollegen. Mit ihren Einsatzfahrzeugen machen sie die Straßen wieder sicher.

Auf den Winter bereitet sich das ganze Team frühzeitig vor: Schon im Herbst stellt der Betriebshof die Dienstpläne für den Zweischichtbetrieb auf. Außerdem checken Mitarbeiter ihre Fahrzeuge, überprüfen Schilder, bestellen Salz und Blähschiefer zum Streuen und stellen Streukisten auf. Für besonders schmale Straßen sind Winterhalteverbote vorgesehen. Die Anwohner werden rechtzeitig über die Pressestelle der Stadt informiert. Privat ist Thomas Kammler eher ein Sommermensch, aber beruflich freut er sich auf die kalte Jahreszeit. Die kann im Allgäu sehr herausfordernd sein. Außerdem „ist immer etwas anderes los“, sagt der Wettermelder.

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