©Bruno_Maul

Menschen von hier und heute – King Lui

„Unsere Teststrecken liegen direkt vor der Haustür“

Neben ihrer Heimatverbundenheit verbindet die drei Allgäuer Patrick Fischer, Simon Fischer und Fabian Glasow vor allem eines: das Longboarden. In ihrer Manufaktur King Lui stellen die Jungs die Bretter sogar selbst her – immer in Handarbeit, höchst individuell und ohne viel Schnickschnack.

Das ist absolut okay, wir sind sehr heimatverbunden. Wir kommen immerhin aus der schönsten Ecke Deutschlands. Nein, im Ernst: Die Alpen direkt vor der Haustür zu haben, ist für uns ein sehr schönes Gefühl, und wir finden es ziemlich cool, auf dem Land zu leben. Rund um Wertach gibt es sehr viele Strecken, auf denen wir direkt mit den Longboards fahren können, ohne diese sichern zu müssen.

Mit dem Skateboardfahren haben wir alle schon sehr früh angefangen. Die größte Erfahrung mit dem Boarden von uns hat Patrick. Er fährt schon seit 13 Jahren. Simon und ich sind vor vier Jahren auf das Longboard umgestiegen. Unsere Disziplin ist vor allem das Downhill-Fahren.

Bei 80 Stundenkilometern ist bei uns Schluss. Je höher die Geschwindigkeit, desto mehr Konzentration ist gefordert. Jeder sollte daher sein eigenes Speedlimit kennen. In der Longboard-Szene ist es übrigens ein No-Go, ohne Helm zu fahren. Der ist Pflicht, und auch Knieschoner und Handschuhe gehören zur Standardausrüstung.

Schon, aber nicht, weil wir uns als Könige fühlen, sondern weil wir etwas Regionales mit einem hohen Wiedererkennungswert gesucht haben – auch außerhalb Bayerns. Der Kerl war ja schon größenwahnsinnig. Und ein bisschen sind wir das auch, weil wir versuchen, auf einem überfluteten Markt einzigartig zu sein. Zudem hat König Ludwig das wohl bekannteste Schloss gebaut. Da dieses schon Walt Disney in seinem Logo verewigt hat, fanden wir, das passt.

Wir haben vor ein paar Jahren einen Workshop zum Thema Longboard-Bauen besucht. Einfach, weil wir es mal ausprobieren wollten. Von da an wollte Patrick unbedingt ein Brett bauen. Daraufhin haben wir das wichtigste Material bestellt. Die Bretter, die man von der Stange kaufen kann, sind stark genormt. Wir wollten aber Bretter, die auf unsere individuellen Bedürfnisse eingehen. Jeder hat schließlich andere Vorlieben: Ich habe zum Beispiel sehr große Füße, Patrick wollte ein Brett mit einem engeren Achsabstand.

Insgesamt haben wir ein gutes Jahr benötigt. Die erste Version hatte kaum etwas mit unseren Vorstellungen zu tun, deshalb haben wir eine neue Form entwickelt – das hat uns viel Zeit gekostet. Das erste Brett war der Wächter, benannt nach unserem Hausberg. In Anlehnung an den Berg haben wir ihm eine besondere Silhouette gegeben. Wir konzentrieren uns sehr auf unsere eigenen Vorstellungen, und das kam auf dem Land richtig gut an.

Wir haben ein Hybridbrett, das ist eine Mischung aus Skate- und Longboard. Drei unterschiedliche Cruiser, die sich durch ihre Form und Neigung unterscheiden, und ein sehr langes Brett – der „Lange Lui“ mit einem langen Achsabstand, was ihn beim Fahren sehr stabil macht. Aktuell sind noch zwei weitere Boards in der Entwicklung.

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