Tradition im Trend

Handgemachte Sachen

Echtes Handwerk ist „in“. Und das mit gutem Grund: Von Hand gemachte Dinge entsprechen unseren individuellen Bedürfnissen und Maßgeschneidertes bereitet lange Freude. Diese drei Allgäuer schaffen echte Originale. 

Georg Gründl (50) aus Börwang ist oft mit mobilem Käsekessel, Tuch und Harfe auf Märkten und Messen unterwegs – er trat sogar schon auf dem Kreuzfahrtschiff NS-Astor oder im Schalke 04 Club-Hotel auf. Alles begann mit einer Geschäftsidee: Feiner Käse als Lifestyleprodukt, denn handgemachter Rohmilchkäse wird immer beliebter. Der Käsermeister wollte einen Ort schaffen, an dem jeder guten Käse selber machen kann. Dafür gab Gründl seinen Job in der Forschungsabteilung eines großen Allgäuer Käsewerks auf. In Thalkirchdorf bei Oberstaufen gründete er die erste „Käseschule“ Deutschlands. Hier lernen Einheimische und Touristen in Käseseminaren, wie man Käse herstellt – inklusive „Käse-Diplom“ und passenden Rezepten. Seine „Schüler“ lässt Gründl das Milchprodukt mit allen Sinnen erleben. Mittlerweile hat er mehrfachen Erfolg: Mit der zweiten Filiale der Käseschule in Scheidegg und als mobiler Käsermeister beim „Schaukäsen“.

Infos unter: www.kaeseschule.de

Dirndl sieht man heute überall, ob auf der Allgäuer Festwoche oder der Wiesn. Aber Dirndl ist nicht gleich Dirndl. Josefine Egger (55) aus Kempten schneidert ihren Kundinnen das passende Kleid auf den Leib. In ihrer Nähstube bei Kempten/Vogelsang setzt sie dem Billigdirndl-Boom Unikate mit Klasse entgegen. Die Kemptnerin faszinieren seit ihrer Jugend traditionelle Dirndl. Als Trachtenschneiderin im Nebenerwerb geht die Hauswirtschaftsmeisterin ihrer großen Leidenschaft nach. „Ich möchte auf keinen Fall Masse produzieren. Jedes meiner Kleider ist für mich ein Kunstwerk“, betont sie. Ihre Trachten gibt es in vielen Stilen: von sportlich bis elegant und feierlich bis rustikal. Wem ein maßgeschneidertes Kleid zu teuer ist, der kann bei Josefine Egger auch einen Trachtennähkurs besuchen. Achtung: Die Kurse sind oft lange vorher ausgebucht.

Buchen kann man unter 0831 76680  oder per Mail an Josefine.Egger@gmx.de.

Monika Blanz (54) Konzept ist und war: zurück zum Naturprodukt. Und das bereits seit über 20 Jahren. Der wachsende Trend zu Textilien aus organischen Rohstoffen gibt der Wollproduzentin aus Bad Hindelang Recht. Mit der Verarbeitung und dem Vertrieb ihrer Schafwollprodukte schaffte sie es 2004 zur „Unternehmerin des Jahres“. Der kuschelige Rohstoff hat viele Vorteile: „Wolle schützt vor Wärme und Kälte, weist Schmutz ab, ist allergikerfreundlich, robust und langlebig.“ Etwa 500 Kilogramm Wolle pro Jahr liefern 200 weiße Schafe auf dem Bergbauernhof der Familie Blanz für „Minnekussar’s Schoflädele“ in Bad Hindelang. Hier entstehen am Webstuhl Allgäuer Handwebteppiche oder Naturbetten. Der Clou: Kunden können nach Maß bestellen und bei der Verarbeitung zuschauen. Auch online gibt es Ökotextilien, Woll- und Filz-Accessoires oder zum Beispiel Baby-Artikel aus dem flauschigen Rohstoff.

Infos und Produkte unter: www.schaeferladen.de

 

 

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