Allgäustrom Windenergie - Windräder

Frischer Wind fürs Allgäu

Die PEESA-Studie in Auftrag gegeben vom AllgäuStrom Partner Allgäuer Überlandwerk (AÜW) hat gezeigt: Das Allgäu bietet zahlreiche Standorte für die Nutzung der Windenergie.

Die Windenergie ist eine besonders wirtschaftliche Erneuerbare Energiequelle. Doch nicht überall sind die Anlagen gern gesehen, und sie sorgen im Vorfeld für Diskussionen. Diese haben innerhalb einer gelebten Demokratie ihre Berechtigung. Daher ist AllgäuStrom daran gelegen, mit den Bürgerinnen und Bürgern in einem transparenten und lebendigen Dialog umweltverträgliche Lösungen für die Energiewelt von Morgen zu finden.

Nach einem entwickelten Regionalplan gibt es derzeit Potenzial für rund 40 Windenergieanlagen, eine Konzentration könnte im Bereich des Drehfunkfeuers in Kempten erfolgen. Ein Gutachten soll überprüfen, ob eine Realisierung an diesem Standort oder an anderen Örtlichkeiten möglich ist.

Ist ein Nebeneinander von Windkrafträdern, schöner Landschaft und Tourismus überhaupt möglich?

Bei der Gestaltung des schon immer vom Menschen
mitgeprägten Landschaftsbildes gilt es, auch bei der Planung
von Windkraftanlagen die Belange von Bürgern, Landschafts‐
und Naturschutz zu berücksichtigen. Eine Priorität liegt
deshalb darin, Windkraftanlagen nicht willkürlich aufzustellen,
sondern den aus allen Blickwinkeln geeignetsten Standort
dafür zu wählen. Zudem streben wir an, die Standorte für die
zu erstellenden Windanlagen zu konzentrieren. Dadurch kann
einer befürchteten „Verspargelung“ der Landschaft entgegen
gewirkt werden.

Der Regionale Planungsverband Allgäu hat für das Allgäu unter
anderem flächenhafte Naturdenkmäler, geschützte
Landschaftsbestandteile, Naturschutzgebiete,
Landschaftsschutzgebiete und Erholungslandschaften in den
Alpen (Zonen A, B und C) als Ausschlusskriterien bei der
Fortschreibung des Teilkapitels Windenergie im Regionalplan
angesetzt (Die vollständige Liste kann unter
http://region.allgaeu.org/ heruntergeladen werden).

Um den Immissionsschutz zu gewährleisten, werden bei der
Fortschreibung des Regionalplanes vom Planungsverband
entsprechende Abstände zu den Wohnbebauungen
berücksichtigt.

Was den Tourismus betrifft, werden inzwischen
Windkraftanlagen als Bestandteil von Energielehrpfaden als
Touristenattraktion beworben, beispielsweise im Luftkurort
Seelbach im Schwarzwald. Viele Touristen beurteilen
Windkraftanlagen zudem als ein Zeichen ökologisch
orientierter Entwicklung.

Auch die Mehrheit der Bundesbürger bewertet die Windkraft
positiv. Alleine in einer Kundenumfrage von AllgäuStrom im
Juli 2011 äußerten sich fast 60 Prozent der rund 15.800
Befragten positiv zum Ausbau der Windenergienutzung im
Allgäu.


Stellen Windenergieanlagen eine Gefahr für Vögel und andere Wildtiere dar?

Die Reaktionen von Tieren auf Windräder sind ganz
unterschiedlich. Bestehende Projekte zeigen jedoch, dass sich
Tiere insgesamt recht schnell auf neue Gegebenheiten in
ihrem Umfeld einstellen. So ist beispielsweise vom Rotwild
bekannt, dass es die Gebiete in der Bauphase meidet und
sobald wieder Ruhe einkehrt, also nach Abschluss der
Bauarbeiten, zu alten Gewohnheiten zurückkehrt.

Wie mehrere Studien belegen, sind Zusammenstöße von
Vögeln mit Rotorblättern eher die Seltenheit und nur wenige
werden in ihren Gewohnheiten überhaupt von
Windkraftanlagen beeinträchtigt. Um hier ein mögliches
Konfliktpotential gering zu halten, werden bereits im
Genehmigungsverfahren umfassende Untersuchungen
durchgeführt.

Zudem zählen Natur‐ und Vogelschutzgebiete zu den
Ausschlussgebieten und müssen bei Planungen außen vor
bleiben. Generell wird angestrebt, die Auswirkungen der
Windkraft auf die Tierwelt so gering wie möglich zu halten,
beziehungsweise sie am besten ganz auszuschließen. Einen
verträglichen und maßvollen Ausbau der Windkraft
unterstützt u. a. auch das bayerische Forstamt


Wie störend ist der Lärmpegel einer Windenergieanlage für Anwohner?

Bereits im Rahmen des Genehmigungsverfahrens müssen die
nach der Technischen Anleitung zum Schutz gegen Lärm (TA‐
Lärm) festgelegten Grenzwerte eingehalten und nachgewiesen
werden. In reinen Wohngebieten darf demzufolge nachts der
Lärmpegel nicht höher als 35 dB(A) liegen, in Mischgebieten
nicht über 45 dB(A).

Um vergleichen zu können, hier ein paar Vergleichswerte für
den Lärmpegel:

  • 55 – 75 db(A) für durchschnittliche Lärmbelästigung in
    Städten und an Durchgangsstraßen bei Tag und Nacht
  • 25 dB(A) für den Geräuschpegel in Bibliotheken
  • 55 dB(A) für eine ruhige Unterhaltung

Werden die von der TA‐Lärm festgelegten Grenzwerte von der
Windkraftanlage überschritten, wird per
Genehmigungsbescheid eine Schallreduzierung durch
Leistungsdrosselung eingefordert oder sogar eine Abschaltung
während der Nacht angeordnet. Die Schallreduzierung wird
durch eine Drosselung der Leistung erreicht.

Mittlerweile werden die modernen Turbinen von
Windkraftanlagen leistungsstärker, langsamer, als auch besser
gedämmt, wodurch der produzierte Lärm von Vornherein
minimiert wird. Hinzu kommt, dass die Geräusche der
Windenergieanlagen in der Regel auch von
Umgebungsgeräuschen geschluckt werden.

Ein von Gegnern oft ins Feld geführter Kritikpunkt ist die
mögliche Gesundheitsgefährdung durch nicht hörbaren
Infraschall. Dagegen spricht, zum einen, dass der Schallpegel
nur etwa 40 dB beträgt – als schädlich gilt ein Wert ab 130 dB
– und damit als gesundheitlich unbedenklich eingestuft
werden kann; zum anderen, dass der Infraschall mit der
Entfernung zum Emmissionsort abnimmt und nach mehreren
hundert Metern von der Anlage nicht mehr messbar ist.


Wie verhält es sich mit den Spiegelungen an den Rotorblättern? Werden Anwohner durch den so genannten „Discoeffekt“ gestört?

Anders als früher, sind die Hersteller heute dazu verpflichtet
matte, nicht spiegelnde Lackierungen zu verwenden. Der
„Discoeffekt“ ist dadurch bei heutigen Generationen von
Windkraftanlagen nicht mehr zu beobachten.


Amortisiert sich der Verbrauch von Energie und Rohstoffen bei der Errichtung einer Ökostrom‐Anlage überhaupt durch den Betrieb?

Bei Windenergieanlagen kann man innerhalb kürzester Zeit
von Rentabilität sprechen. Onshore‐Windkraftanlagen weisen
bereits nach drei bis sieben Monaten eine positive
Energiebilanz auf. Offshore‐Windkraftanlagen mit einer
Leistung von mehreren Megawatt, amortisieren die zur
Herstellung der Anlage verbrauchte Energie in nur vier bis fünf
Monaten. Mit Blick auf eine circa 20‐jährige Laufzeit solcher
Anlagen, ist eine positive Energiebilanz recht schnell erreicht.

Eine Rolle spielt dabei natürlich auch die Standortgüte. Im
Schnitt produziert eine Windkraftanlage, je nach Bauweise,
40‐ bis 70‐mal mehr Energie, als sie verbraucht.

Darüber hinaus können Windräder problemlos wieder
abgebaut und die Rohstoffe weiter verwendet werden. Allein
die Weiterverwendung der Materialien Kupfer und Stahl
machen die insgesamt hohe Recyclingquote von Windrädern
zu einem attraktiven Faktor.


Wie sieht der klassische Ablauf eines Windpark‐Projektes aus?  

Die Planungsphase (Zeitraum 1 – 2 Jahre):

  • Analyse eines geeigneten Standorts und Sicherung der
    gewählten Flächen, zum Beispiel durch ein
    Poolpachtkonzept, welches möglichst viele
    Flächeneigentümer berücksichtigt.
  • Erstellen des Anlagen‐Layouts.
  • Um die Wirtschaftlichkeit der künftigen Anlagen richtig
    einschätzen zu können ist eine Windmessung über den
    Zeitraum eines Jahres zu empfehlen. Auf Basis dieser
    Daten sollten dann zwei Windgutachten erstellt werden, in
    welchen der zu erwartende Energieertrag ermittelt wird.
  • Vorbereitung des Genehmigungsantrags, dieser beinhaltet
    wie folgt:
    • Weitere, im Genehmigungsverfahren nach
      Bundesimmissionsschutz geforderten Gutachten
      zum Immissions‐, Vogel‐, Fledermausschutz und
      anderen Bereichen
    • Auswahl des Anlagentyps und Erfassung der
      genauen Koordinaten
  • Einreichen der Genehmigungsunterlagen und Klärung der
    Finanzierung.

Die Bauphase (Zeitraum bis zu circa 1 Jahr):

  • Erstellen der nötigen Infrastruktur (Wege,
    Kranstellflächen, etc.).
  • Bau des Fundaments und der Kabeltrasse.
  • Aufbau des Krans an geeigneter Stelle.
  • Ausweisung eines Lagerplatzes für Bauteile vor Ort
    Montage des Turms und, zum Schluss, des Rotors.
  • Inbetriebnahme; Laufzeit circa 20 Jahre.

Wie viele Haushalte kann eine Windkraftanlage versorgen?

Zwischen drei und fünf Millionen Kilowattstunden liefert ein
Windrad mit 1,5 MW pro Jahr. Diese produzierte Energie
entspricht dem durchschnittlichen Jahresstromverbrauch von
etwa 1.000 Haushalten (respektive 4.000 Einzelpersonen).

Binnenland‐Windenergieanlagen können bezogen auf das Jahr
2010 im gesamten Allgäu rund 63,4 Millionen kWh
produzieren – Energie, die dem durchschnittlichen
Jahresstromverbrauch von 18.000 Haushalten entspricht.


Wo liegen die Vorteile einer durch die AllgäuStrom Partner errichteten Windkraftanlage in der eigenen Region?

Bei der Planung berücksichtigen wir folgende Leitplanken:

  • Akzeptanz der Bürger
  • Landschaftsschutz
  • Umweltschutz
  • Klimaschutz und
  • Wirtschaftlichkeit

Ein wichtiges Anliegen ist für uns von AllgäuStrom eine hohe
lokale Wertschöpfung, weshalb wir Gemeinden, Bürger,
Flächeneigentümer und regionale Unternehmen in die
Planung unserer Windkraftanlagen einbinden.

Für größtmögliche Transparenz, stimmen wir uns bereits in
der Planungsphase mit den Gemeinden ab, integrieren deren
Wünsche und klären die Bürger in Versammlungen auf. Nicht
nur die Gemeinden, auch die Bürger werden finanziell
beteiligt, wobei sich unterschiedliche Modelle an den
Bedürfnissen der jeweiligen Gemeinde sowie der Nachfrage
der Bürger ausrichten.

Bereits bewährt haben sich folgende zwei Modelle, die auch
kombiniert anwendbar sind:

  • Die Inhaberschuldverschreibung mit einer geringeren
    Renditeerwartung, aber auch geringerem Risiko.
  • Eine unternehmerische Beteiligung durch eine
    Genossenschaft bzw. eine Kommanditgesellschaft, mit
    einem zwar höheren Risiko, dafür aber auch einer
    voraussichtlich höheren Rendite.

Beide Varianten hat der AllgäuStrom Partner AÜW bei der
Errichtung seines Solarparks in Ursulasried bereits 2011
umgesetzt und dafür den ersten Platz als „Innovativstes
Stadtwerk 2012“ erhalten. Die Jury begründete die
Auszeichnung damit, dass das AÜW es geschafft habe, die
Allgäuer Bürger auf ganzer Linie einzubinden und somit die
bestmögliche gesellschaftliche Akzeptanz zu erreichen.

Im Zuge der Errichtung von Windkraftanlagen werden nun
auch neue Beteiligungsmodelle diskutiert. Zum Beispiel der so
genannte Pool‐Nutzungsvertrag, über den wir so viele
Flächeneigentümer wie möglich einbinden möchten. Anstatt
einen Eigentümer zu wählen und ihn damit zu bevorzugen, soll
dabei die Pachtsumme unter den Eigentümern der
Windvorrangfläche aufgeteilt werden.

Besonders wichtig ist uns, dass 100 Prozent der
Gewerbesteuern vor Ort verbleiben. Deshalb binden wir von
der Projektentwicklung bis zur Wartung regionale
Unternehmen ein und legen Wert darauf, dass die
Betreibergesellschaft in der jeweiligen Gemeinde sitzt.


Müssen bei der Errichtung von Windrädern Mindestabstände zu bebauten Gebieten berücksichtigt werden?

Um die Genehmigung für den Bau eines Windrades zu
erhalten, müssen folgende, vom Regionalen Planungsverband
Allgäu festgelegten, Mindestabstände eingehalten werden:

  • 800 Meter zur Wohnbebauung sowie zu Dorf‐ und
    Mischgebieten
  • 600 Meter zu Weilern
  • 500 Meter zu Gewerbegebieten
  • 200 Meter zu Wegen der Infrastruktur, wie zum Beispiel
    Bundesautobahnen, Bundes‐, Staats‐ und Kreisstraßen,
    Bahnlinien
  • 800 Meter bei Sondergebieten, wie z. B. Gebiete mit
    Kliniken

Weitere Mindestabstände finden Sie auf den Internetseiten
des Regionalen Planungsverbands Allgäu:
http://region.allgaeu.org/


Wie sieht es mit dem Platzbedarf von Windkraftanlagen aus?

Einmal in Betrieb gegangen, benötigt eine Windkraftanlage
eine Fläche von ca. 3.000 m². Das scheinbar große Areal ist
nötig, um bei anfallenden Reparaturen jederzeit einen Kran
aufstellen zu können.

In die 3.000 m² große Betriebsfläche nicht eingerechnet ist die
während der Erstellungszeit benötigte Montagefläche. Diese
muss beim Bau von Windkraftanlagen im Wald zwar gerodet
werden, kann im Anschluss aber auch wieder aufgeforstet
werden.

Eine ähnliche Situation zeigt sich bezüglich der Zuwege. Bei
einem Teil der vorhandenen Wege ist der Kurvenradius zu
eng. Um die Wege nutzen zu können, muss an diesen Stellen
ein Ausbau vorgenommen werden, in Waldgebieten kann es
hier nochmals zu Baumfällungen kommen.


Ist es zwingend nötig, die Windräder nachts rot zu beleuchten?

Laut Allgemeiner Verwaltungsvorschrift für die Kennzeichnung
von Luftfahrthindernissen (AVV) müssen Windräder, die eine
Gesamthöhe von 100 m erreichen, gekennzeichnet werden.

Während tagsüber eine rote Markierung an den Rotorblättern
ausreichend ist, sind die Betreiber dazu verpflichtet, die
Anlage nachts durch ein rotes Blinklicht zu kennzeichnen.

Bei mehreren Windenergieanlagen wird die Nachtbefeuerung
synchronisiert, d.h. dass die Einzelbefeuerung an der
jeweiligen Windenergieanlage zur gleichen Zeit blinkt.
Weiterhin wird i.d.R. ein Sichtweitenmessgerät installiert, das
die Helligkeit der Befeuerung reguliert. Bei gutem Wetter wird
dann die Leuchtstärke reduziert und bei schlechtem Wetter
z.B. Nebel erhöht.


Wo gibt es sinnvolle Windenergiestandorte in Bayern?

Neben mehreren anderen Regionen Bayerns, zeigt der
Bayerische Windatlas besonders für das Allgäu geeignete
Windverhältnisse zur Nutzung von Windkraftanlagen.

Ebenfalls als geeignet ausgewiesen werden im Bayerischen
Windatlas Gebiete, die vor allem südlich bis in mittlere Teile
Oberfrankens sowie in den nord‐östlichen Landkreis
Oberfrankens reichen.

Informationen, ob die Flächen letztendlich für Windenergie
geeignet sind, liefern die Fragen zur Genehmigung nach
Bundesemissionsschutz und Allgäuweit des Regionalen
Planungsverbandes Allgäu unter http://region.allgaeu.org/


Wie konstant ist die Produktion von Strom aus Windenergie?

Standort, durchschnittliche Windgeschwindigkeit und
Konstanz des Windes sind Faktoren, von denen die
Stromproduktion durch Windkraftanlagen wesentlich
abhängt. Trotzdem kann an einem günstigen Standort mit
einer Energieproduktion von 75 Prozent der Zeit im
Teillastbereich gerechnet werden, was allerdings keine
Produktion unter ständig voller Leistung bedeutet.


Ist es realistisch Atomkraft durch Windenergie zu ersetzen?

Laut einer Studie des Fraunhofer‐Instituts für Windenergie
und Systemtechnik könnten knapp zwei Drittel des
Strombedarfs durch Windkraft gedeckt werden.

Als Ausgangssituation setzt die Studie eine Nutzung von
deutschlandweit zwei Prozent der Fläche für Windenergie an,
bei einer installierten Windleistung von 198 GW. Geht man
von etwa 2.000 Volllaststunden pro Jahr aus, könnte so der
Bruttostromverbrauch des Jahres 2010 in Deutschland zu rund
65 Prozent erzeugt werden.

In den südlichen Bundesländern wird die Windkraft zwar noch
verhältnismäßig wenig genutzt. Dennoch liegt nach Ansicht
des Fraunhofer‐Instituts hier das größte Potential, verbunden
mit einem großen Vorteil: Der Ausbau der Transportwege für
die im Süden benötigte Energie könnte mit verstärkter
Nutzung von Windkraft in diesem Raum reduziert werden.

Um die wegen häufiger Flauten schwankende
Energiegewinnung durch Windkraft grundlastfähig zu machen,
ist auf jeden Fall ein Ausbau der Speicherkapazitäten
erforderlich.

Ein Ersatz der Kernenergie kann unseres Erachtens kaum
durch Windenergie allein erfolgen, sondern nur durch einen
Mix aus verschiedenen Arten Erneuerbarer Energien.


Bedeuten weniger Kernkraftwerke teureren Strom? Machen unter anderem Subventionen die Windkraft zu einer teuren Angelegenheit für den Steuerzahler?

Auf den ersten Blick: Ja. Da der Preis für Strom aus Atom‐ und
Kernkraft keine Folgekosten wie für die Endlagerung von
Atommüll oder die Säuberung verstrahlter oder verschmutzter
Gebiete beinhaltet – Unfallkosten werden vom Staat über
Steuergelder finanziert –, ist er deutlich günstiger zu haben als
sauberer Strom aus Erneuerbaren Energien.

Erneuerbare Energien werden über die so genannte
Erneuerbare‐Energie‐Umlage (EEG‐Umlage) gefördert. Der auf
den Strompreis umgelegte Betrag der EEG‐Umlage verbleibt
nicht beim Energieversorger, sondern wird von diesem an die
Anlagenbetreiber weitergegeben. Durch den direkten
Finanztransfer bleibt der Staat bei der Förderung der
Anlagenbetreiber außen vor. Ziel dieser
„Anschubfinanzierungen“ ist, die hohen Entwicklungs‐ und
Anfangskosten abzumildern, die der Ausbau der Erneuerbaren
Energien verschlingt.

Für den Verbraucher bedeutet das: wer mehr Strom
verbraucht, bezahlt auch eine größere Summe an anteilig
abgerechneten EEG‐Umlagen.

Damit werden die Preise für Strom aus Erneuerbaren Energien
zwar höher als beispielsweise beim Atomstrom, dafür aber
auch einige Risiken und Gesundheitsschäden durch Strahlung
ausgeschaltet und schlussendlich auch dem Klimawandel die
Stirn geboten.

Ein Blick auf tausende neuer Arbeitsplätze und eine hohe
regionale Wertschöpfung zeigen weitere positive Effekte auf.


Spielen regenerative Energien   beim Kampf gegen den Klimawandel denn überhaupt eine Rolle?

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