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Wie funktioniert die Strombörse?

Strom auf dem Parkett

Seit der Liberalisierung des Strommarktes handeln Versorger Strom an der Börse in Leipzig. Wie funktioniert sie?

Strom kann im Unterschied zu Gold, Kohle oder Öl nicht gelagert und muss direkt verbraucht werden. Dazu treffen sich Kraftwerksbetreiber, die Strom verkaufen möchten und Lieferanten, die Strom benötigen, um damit Endkunden zu versorgen an der Strombörse in Leipzig (European Energy Exchange/EEX) an. Auf dem Terminmarkt wird Strom auf Jahre voraus gehandelt, um Planungssicherheit für beide Seiten zu ermöglichen. Auf dem Spotmarkt für den jeweils folgenden und den aktuellen Tag, werden kurzfristige Übermengen oder Fehlmengen ausgeglichen. Der Preis bildet sich danach wie viel Strom von den Endkunden benötigt wird und welche Kraftwerke (Kraftwerkstypen) dafür benötigt werden.

Auch Strom aus regenerativen Energien wie Wind und Sonne wird an der EEX gehandelt. Denn das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) schreibt den Betreibern der Stromnetze vor, ihn zu einem festen Preis abzunehmen und am EEX Spotmarkt zu verkaufen.

Dadurch haben die regenerativen Energien einen indirekten Einfluss auf den Preis an der Börse. Denn wenn zu einem bestimmten Zeitpunkt viel regenerativer Strom in das Stromnetz eingespeist wird, sinkt die Nachfrage nach Strom aus dem übrigen Kraftwerksmix und die Preise sind tiefer. An trüben und windstillen Tagen gibt es einen umgekehrten Effekt.

 

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